Meine Hunde

Hunde sind so bunt wie wir Menschen. Es gibt so viele tolle Rassen mit ihren eigenen tollen Vorzügen.

Meistens ist es der Phänotyp, also das Aussehen, die Ausstrahlung, was den Menschen dazu bewegt gerade diesen oder jenen Hundetyp zu bevorzugen. Mit den genetisch bedingten Anlagen werden viele Hundebesitzer erst später konfrontiert.

Ich habe den Namen „Familydogs4you" sehr bewußt gewählt. Was zeichnet einen guten Familienhund aus? Einen Hund, der auch für Ersthundebesitzer relativ leicht zu führen ist. Freundlich, menschenbezogen, lieb zu allem was fleucht und kreucht. Die Allergikerfreundlichkeit wird für viele Menschen immer wichtiger. Auch der Therapiehund wird in vielen sozialen Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Altenheime, Hospitz, Therapiebegleithund, Migrationshilfe und vieles mehr, eingesetzt. Das erfordert vom Hund zudem eine sehr hohe Toleranz- und Anpassungsfähigkeit, wie auch eine fast nicht vorhandenes Aggressionsverhalten insbesondere gegenüber Menschen.

Noch vor einigen Jahren hätte ich niemals gedacht jemals so viele Hunde wie jetzt zu besitzen. Aber als gewerblicher Züchter reicht es leider nicht, nur zwei oder drei Zuchthunde zu besitzen. Es braucht regelmäßig Nachzuchthunde, da meine Zuchthündinnen mit ca 5 Jahren aus der Zucht gehen, damit sie noch einige schöne Jahre in ausgesuchten Familien verbringen können. Auch wenn viele Menschen mit Recht annehmen, dass dieser Beruf nur mit Berufung zu leisten ist, so hat auch der gewerbliche Hundezüchter, wie jeder der arbeitet wirtschaftliche Interessen. Selbstverständlich steht an erster Stelle die Gesundheit und das Wohlergehen der Hunde, denn das ist Voraussetzung für einen behördlich anerkannten, verantwortungsvollen und erfolgreichen Zuchtbetrieb.

Als ich 2009 mit meiner Ausbildung zur Hundetrainerin begann, begleiteten mich 3 Boxer und ein Jack Russel. Ja, die Knautschnasen haben es mir irgendwie angetan. Ihre Art, ihre Sturheit, ihre Lebensfreude und ihre kraftvolle Ausstrahlung plus Charakterkopf mag ich wirklich sehr. Sie könnten jetzt denken, warum ich keine Boxer züchte. Als Hundetrainerin lernt man viele Menschen und Familien kennen, die den Wunsch nach einem einfühlsamen, leichtführigen, wenig haarenden, oft auch allergikerfreundlichen vierbeinigen Wegbegleiter äußern. Es gibt viele Hunderassen, die durchaus gute Begleiter und Familienhunde werden können, aber eher wenige, die auch Ersthundehaltern die Erziehung leicht machen. Das erste Jahr des Hundes ist wegweisend für ein ganzes Hundeleben, genauso wegweisend wie unsere Kindheit es für uns war und ist.

Da ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit der Hundepension, wie auch mit meiner Arbeit als Hundetrainerin und mit dem Aufbau meiner Zucht viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Rassen machen konnte, kristallisierte sich heraus, dass wohl die Doodle das Rennen um die Gunst vieler Hundehalter für sich entscheiden konnten. Der Pudel mit seiner Fröhlichkeit und Intelligenz, gepaart mit dem familienfreundlichen Labbi oder dem feinfühligen Goldi, erschienen mir als leicht zu erziehenden Familienhund besonders geeignet. Zudem sind beide Rassen Apportierhunde, was den Vorteil hat, dass der Hund seinen Anlagen entsprechend mit kalkulierbar eingegrenzten, genetisch vorgegebenen Anlagen zu seinen Besitzern geht. Würde ich einen Hütehund mit einem Pudel verpaaren, hätte ich zu dem Welpen seinen Hütetrieb und das Apportieren im Gepäck. Oder einen Hund der als Wachhund gezüchtet wurde in Kombi mit dem Apportieren. Oder gar ein Hund mit einer hohen Beutemotivation gepaart mit einem Apportierhund oder Hütehund. Das sind oftmals explosive genetische Mischungen die viele Probleme nach sich ziehen können. Aus diesem Grund achte ich in meiner Zucht auch auf genetisch kompatible Anlagen der Zuchthunde.

Mit Dankbarkeit und Stolz, darf ich rückblickend sagen, dass ich schon vielen Menschen, Familien mit einem von mir aufgezogenen Welpen glücklich machen durfte. Noch mehr erfreut es mich, dass ich auch nach der Übergabe meinen Kunden in vielen erzieherischen Fragen mit Rat zur Seite stehen darf.

Marion Terhaar