Warum Familydogs?

Im Zuge meiner Arbeit als Hundetrainerin legte sich mein Augenmerk und meine Vorliebe immer mehr auf die Vermittlung von Welpenerziehung und Welpensozialisierung. Viele Probleme, mit denen Hundebesitzer auf mich zukommen, haben ihren Ursprung in der Welpenerziehung und deren Sozialisierung. Die Kunden, welche mit jungen Hunden aus dem Ausland z.B. von der Straße zu mir kamen, diese Hunde erschienen mir im Alltag um vieles entspannter, als die Hunde vom Züchter, welche ab der 8. Woche in Familien groß wurden. Ich wollte wissen, warum das so sein konnte und Hunde sich so unterschiedlich entwickeln und wie ich meine Welpenschulung verbessern konnte. Dafür brauchte ich aber Welpen,  Welpen von verschieden Züchtern aus unterschiedlichsten Aufzuchtbedingungen und verschiedenster Rassen.  So holte ich mir nach und nach Hundewelpen um sie zu sozialisieren, zu beobachten und ganz wichtig, zu erziehen. Sie hielten Einzug in meine Pension und sozialisierten sich erst vorzugsweise INNERARTLICH. Ich stellte die Gruppen so zusammen, dass die Welpen untereinander, wie auch von adulten Hunden lernen konnten. Welpen haben ein enorm hohes innerartliches Spielbedürfniss. Das als Hundehalter so zu stillen, wie es der Welpe braucht um sich gesund zu entwickeln ist schier unmöglich. Jedes Individuum sollte das Recht auf eine ausreichende innerartliche Entwicklung haben, damit sich seine Persönlichkeit ausbilden kann und eine individuelle Erziehung besser greift.

 

Aus diesem Grund gründete ich die „Dinkelzwerge“ und den Welpengarten.

In der Kynologie gilt die Zeit bis zum 4. Monat als das wohl wichtigste Zeitfenster für Sozialisation, für soziales lernen!! Wenn wir die Welpenentwicklung genauer betrachten, sind die kleinen erst völlig hilflosen Wesen bis zur ca 4. Woche fast ausschließlich mit fressen,  schlafen, schlafen im Kontakt mit den Welpengeschwistern, laufen lernen usw beschäftigt.  Erst dann fangen sie langsam an aktiv miteinander zu spielen. Die Hundemutter erzieht die Welpen nun auch, indem sie den Welpen z.B. ab und an das Gesäuge verwehrt. Erste Frustrationserlebnisse für die kleinen.

Wenn man sich überlegt, dass viele Welpen schon mit der 8. Woche in eine Menschenfamilie ziehen, dann frage ich mich, ob drei Wochen innerartliche Sozialisation reichen?

Zudem mit der Erwartung, für seinen Menschen ein guter Hund und Kamerad zu werden.

Stellen Sie sich mal vor, ein Baby zöge mit ca 5 Monaten in ein Hunderudel????

Mit 8 Wochen sind die Welpen noch so verpeilt und so sehr mit sich und ihren Bedürfnissen beschäftigt, wie sollten sie da im Ansatz menschlichen Erwartungen gerecht werden?

 

Zum Glück oder auch zum Leid  entwickeln sich Hunde, im Vergleich zu uns Menschen rasant schnell. Ab der zwölften Woche konnte ich beobachten, dass die Welpen von sich aus offener für was Neues wurden. Sie benahmen sich nicht mehr so kopflos. Auch entwickelte sich von der 7. Bis zur 12. Woche viel mehr Individualität bei den Welpen.

 

Ich schob das, was man heute als moderne Welpenerziehung bezeichnet, ganz weit von mir weg. Leckerlies, Kommandos, Übungen, all das stellte ich in Frage...... Orientierung am Menschen und Anpassung im Alltag..... Das ist es doch was ein Familienhund leisten sollte.....

Für mich stand ganz schnell fest, dass ich meine Zöglinge auf keinen Fall vor dem dritten Monat ausziehen lassen würde. Doch nicht nur die Erziehung, auch die Aufzucht von Welpen sind von großer Bedeutung. Ich bin davon überzeugt, dass viele Welpen mit viel zu vielen Reizen konfrontiert werden und schlichtweg überfordert sind. Bällebad, Quitschies, unruhiges Umfeld, Familienaufzucht, zu viele Menschen, zu viel Tamtam.... Welpen aus einer eher reizärmeren Aufzucht erschienen mir ruhiger, chilliger und weitaus zufriedener.

Ich beschloss also selber zu züchten, um auch die Aufzucht so zu gestalten, wie ich es aus meinen Beobachtungen heraus am besten erachtete. Da ich mich nicht als Züchter einer bestimmten Rasse sehe, sondern mit dem Blickwinkel eines Hundetrainers züchte, züchte ich mit verschiedenen Rassen.

Es gibt Rassen, denen es aufgrund ihrer Genetik leichter fällt, ein guter Familienhund zu werden. Aber letztendlich ist es entscheidend, wie der Hund sozialisiert wird und wie der Mensch ihn erzieht.

Da ich nicht alle Welpen als „Dinkelzwerge“ im Welpengarten aufziehen kann, dieses auch nicht jeder zukünftige Hundehalter für sich wünscht, habe ich als frühesten Abgabezeitpunkt den 3. Monat gewählt.

Mit dieser Aufzucht meiner Welpen habe ich bisher sehr gute Erfahrungen sammeln können. Ich versuche den Welpen durch eine solide, artgerechte Aufzucht ein Starterpaket mit auf den Weg zu geben, was es ihm ermöglicht ein guter, ausgeglichener Familienhund zu werden.

Gerne stehe ich Ihnen zu einem Beratungsgespräch nach telefonischer Absprache zur Verfügung.

 

Marion Terhaar